Antonietta Brandeis Ankauf Wien

Antonietta Brandeis – Gemälde verkaufen und bewerten lassen

Die Malerin des venezianischen Lichts

Wer ein Bild von Antonietta Brandeis in der Hand hält, hält meist ein Stück Italien des 19. Jahrhunderts – Venedig im Morgendunst, die Silhouette des Dogenpalastes über der Lagune, eine Gasse in Florenz, die Engelsburg in Rom. Brandeis malte das Italien, das Reisende aus ganz Europa suchten und liebten. Dass sie selbst aus Böhmen stammte und erst als junge Frau nach Venedig kam, machte ihren Blick schärfer: Sie sah, was Einheimische längst übersehen hatten.

Ihre Werke tauchen heute regelmäßig bei österreichischen und deutschen Auktionshäusern auf – und erzielen konstant gute Preise.


Wer war Antonietta Brandeis?

Antonietta Brandeis wurde am 13. Januar 1848 in Miskovice bei Kutná Hora in Böhmen geboren, damals Teil der Habsburger Monarchie. Ihre künstlerische Ausbildung begann sie in Prag beim Maler Karel Javůrek. Als ihre Mutter einen venezianischen Adeligen heiratete, zog die Familie nach Venedig – und Brandeis ergriff die Chance: 1867 schrieb sie sich an der Akademie der Schönen Künste in Venedig ein, als eine der ersten Frauen, die in Italien eine akademische Ausbildung in der bildenden Kunst erhielten.

Bei Michelangelo Grigoletti und Pompeo Molmenti erlernte sie das Handwerk der venezianischen Vedutenmalerei – die Tradition präziser, lichtdurchfluteter Stadtansichten, die auf Canaletto und die Vedutisten des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Sie beherrschte sie bald so gut, dass ihre Bilder schon in den frühen 1870er Jahren auf Ausstellungen verkauft wurden.

Brandeis blieb ihr Leben lang in Italien. Sie arbeitete in Venedig, reiste nach Florenz, Rom, Bologna, Triest und an andere Orte, die europäische Reisende anzogen. Für Kirchenaufträge und Altarbilder signierte sie ihre Werke mit dem männlichen Pseudonym „Antonio“ – eine Notlösung, die den Kunstbetrieb ihrer Zeit schonungslos beschreibt.

1897 heiratete sie den Venezianer Antonio Zamboni. Eines ihrer Werke hängt seit der k.u.k.-Zeit in der Galleria Revoltella in Triest – ein Zeichen dafür, dass ihre Qualität auch institutionell anerkannt war.

Antonietta Brandeis starb am 20. März 1926 in Florenz, im Alter von 78 Jahren.


Warum sind Werke von Antonietta Brandeis heute im Kunsthandel gefragt?

Brandeis hat in ihrem langen Leben viel gemalt – ihre Werke sind im Kunsthandel vergleichsweise häufig anzutreffen, was den Einstieg für Sammler erleichtert. Gleichzeitig sorgt die beständige Nachfrage dafür, dass die Preise stabil bleiben: Auktionshäuser wie Im Kinsky in Wien, Van Ham in Köln und Lempertz erzielen für ihre venezianischen Veduten regelmäßig Ergebnisse im vier- bis fünfstelligen Euro-Bereich.

Zwei Faktoren treiben das Interesse zusätzlich an: Zum einen erlebt die Vedutenmalerei des 19. Jahrhunderts generell eine Renaissance bei Sammlern, die qualitätsvolles, inhaltlich zugängliches Werk schätzen. Zum anderen rückt Brandeis im Zuge einer breiteren Aufarbeitung weiblicher Kunstgeschichte stärker ins Bewusstsein – 2010 fand in Modena die erste umfassende Ausstellung ihres Werks statt, mit 98 Gemälden aus einer Privatsammlung.

Wer ein Bild von Brandeis geerbt oder erworben hat, sollte es einschätzen lassen – der Wert hängt stark von Motiv, Format, Erhaltungszustand und Provenienz ab.


Wie erkenne ich ein Werk von Antonietta Brandeis?

Motive: Venedig dominiert – Kanalansichten, die Lagune, der Dogenpalast, die Riva degli Schiavoni, San Marco. Daneben Ansichten aus Florenz, Rom (häufig mit Castel Sant’Angelo und Petersdom), Triest und anderen italienischen Städten. Selten Figurenszenen oder religiöse Motive.

Format: Meist kleinformatig bis mittelgroß. Brandeis malte viel für den Reisemarkt – die Formate passen in eine Koffer, was kein Nachteil für die Qualität war, aber beim Einschätzen eine Orientierung gibt.

Technik: Vorwiegend Öl auf Leinwand oder Karton. Gelegentlich Aquarelle, die ebenfalls im Handel erscheinen.

Stil: Detailgetreu und lichtdurchflutet, in der Tradition der venezianischen Vedutisten. Die Architektur ist präzise gezeichnet, das Licht – besonders das weiche Licht über der Lagune – ist das eigentliche Thema vieler Bilder.

Signatur: Meist A. Brandeis (mit ligiertem AB) unten links oder rechts. Kirchenbilder und Altarwerke tragen manchmal das Pseudonym Antonio oder Antonio B.


Wie läuft ein Ankauf bei Paul Grosslicht ab?

Der erste Schritt ist einfach: Schicken Sie uns Fotos des Werkes – Vorderseite, Rückseite, Signatur, Rahmen. Auf Basis dieser Aufnahmen erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist.

Bei konkretem Interesse kommt Paul Grosslicht persönlich zu Ihnen – vorwiegend in Ostösterreich, kurzfristige Termine sind möglich. Die Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.

Wenn beide Seiten sich einigen, kann die Abwicklung sehr rasch gehen. Eine Auszahlung noch am selben Tag ist in vielen Fällen möglich.


Warum Paul Grosslicht kontaktieren?

Paul Grosslicht betreibt den Wiener Kunsthandel seit über 35 Jahren – das Familienunternehmen in dritter Generation. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im An- und Verkauf erlesener Antiquitäten und Kunstgegenstände, von Gemälden und Kunstobjekten bis hin zu Schmuck und Uhren. Fallweise besteht eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien, was für besondere Werke zusätzliche Vermarktungswege eröffnet.

Ob aus einem Nachlass, einer aufzulösenden Sammlung oder als Einzelstück: Der Erstkontakt ist unverbindlich, die Bewertung kostenlos. Und wer keine Zeit verlieren möchte, bekommt rasch Klarheit.

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