Rozet & Fischmeister Ankauf Wien – Hoflieferant seit 1770

Rozet & Fischmeister Schmuck, Gold und Tafelsilber verkaufen und bewerten lassen

Eines der ältesten Juweliershäuser Wiens

Wer in einem Wiener Nachlass ein Stück von Rozet & Fischmeister findet, sei es Schmuck, eine Goldarbeit, ein Tafelsilber oder ein Orden, hält ein Stück Wiener Hofgeschichte in der Hand. Das 1770 gegründete Haus zählt seit über 250 Jahren zu den bekanntesten Wiener Gold- und Silberschmieden, war k.u.k. Hoflieferant und besteht bis heute am Kohlmarkt 11, geführt in sechster Generation.

Für die Bewertung ist wichtig, dass Rozet & Fischmeister anders als ein reines Juwelierhaus über mehrere Gattungen hinweg gearbeitet hat: Schmuck und Juwelen, Goldwaren und Galanteriewaren, Tafelsilber sowie Orden und Ehrenzeichen. Ein Stück kann aus der kaiserlichen Zeit stammen oder aus der laufenden Produktion nach Entwürfen von Franz Fischmeister. Die Spanne reicht von mittleren dreistelligen Beträgen für gängige Stücke bis zu fünfstelligen Summen für bedeutende historische Arbeiten oder hochwertigen Juwelenschmuck.


Rozet & Fischmeister und die Geschichte eines Wiener Hoflieferanten

Die Geschichte beginnt 1770. Nikolaus Rozet, ein aus Frankreich nach Wien gekommener Hugenotte, gründete in diesem Jahr das Unternehmen und eröffnete sein erstes Geschäft. Sein Sohn Ignaz zog später in das Haus „Zu den drei Läufern“ am Wiener Graben. Das Haus wurde rasch für feine Galanterie- und Silberwaren sowie für Schmuck bekannt. 1836 erhielt Ignaz Franz Rozet vom Kaiser den Titel k.k. Hofgalanteriewarenhändler.

Rozet nahm den Gold- und Silberarbeiter Franz Karl Fischmeister (1820 bis 1902) in das Geschäft auf, woraus der bis heute geführte Firmenname Rozet & Fischmeister entstand. Neben Schmuck und Galanteriewaren fertigte das Haus auch Orden und Ehrenzeichen. Zu den bekanntesten historischen Arbeiten zählen das silberne Kaffeeservice „Alt Wien“, ein Geschenk der Stadt Wien an Erzherzog Karl, sowie ein Reisenecessaire für König Ferdinand VII. von Spanien um 1820.

Das Geschäft am Kohlmarkt 11, im elegantesten Teil der Wiener Innenstadt, erhielt seine bis heute erhaltene Ausstattung von Portois & Fix, einem führenden Innenausstatter und ebenfalls k.u.k. Hoflieferanten. Die Räume wurden nach dem Vorbild der kaiserlichen Schatzkammer in der Hofburg gestaltet. Künstlerisch arbeitete Rozet & Fischmeister mit der Wiener Secession und mit dem französischen Künstler René Lalique zusammen. 1911 wurde eine Filiale in Karlsbad eröffnet, die nach dem Zusammenbruch der Monarchie und neuen Grenzzöllen 1934 wieder geschlossen werden musste. 1913 wurde das Haus in den engeren Kreis der Kammerlieferanten aufgenommen, jener handverlesenen Betriebe, die das Kaiserhaus direkt beliefern durften.

Nach den wirtschaftlichen Einbrüchen des Ersten Weltkriegs erholte sich das Unternehmen wieder und blieb in Familienbesitz. Seit 1975 führt Georg Fischmeister das Haus, mit seinem Sohn Franz Fischmeister ist seit etwa 2010 die sechste Generation tätig. Franz Fischmeister sammelte nach seiner Ausbildung Erfahrung bei Cartier und Asprey in London und entwickelt heute eigene Schmuckkollektionen im Haus.

Für die heutige Bewertung bedeutet das, dass ein Stück von Rozet & Fischmeister aus sehr unterschiedlichen Epochen stammen kann, von den Galanteriewaren des frühen 19. Jahrhunderts über Historismus, Jugendstil und die Vintage-Jahre bis zur aktuellen Produktion. Die Einordnung erfolgt über die Punze, das Etui, den Stil und die Gattung.


Warum ist Rozet & Fischmeister heute besonders gesucht?

Rozet & Fischmeister verbindet eine außergewöhnlich lange Tradition mit einer breiten Produktpalette. Mehrere Faktoren tragen die Nachfrage am Sammlermarkt.

Erstens das Alter und die Kontinuität. Mit der Gründung 1770 ist das Haus eines der ältesten durchgehend bestehenden Juweliersunternehmen Wiens. Diese Geschichte ist ein eigenständiger Wertfaktor, besonders bei dokumentierten historischen Stücken.

Zweitens die kaiserliche Provenienz. Als k.k. Hofgalanteriewarenhändler, k.u.k. Hoflieferant und ab 1913 Kammerlieferant belieferte das Haus den Kaiserhof, den Adel und das gehobene Bürgertum. Stücke mit dieser Verbindung werden über den Material- und Steinwert hinaus bewertet.

Drittens die Breite der Gattungen. Weil Rozet & Fischmeister Schmuck, Goldwaren, Tafelsilber und Orden gefertigt hat, gibt es entsprechend viele Sammlerkategorien. Für Erben ist das praktisch, weil sehr unterschiedliche Objekte aus einem Haus stammen und gemeinsam bewertet werden können.

Viertens das noch bestehende Haus. Rozet & Fischmeister besteht fort, bietet selbst Bewertungen und Gutachten an und pflegt überliefertes Handwerkswissen. Diese Kontinuität erleichtert die Zuordnung und sichert den Wert.

Rozet & Fischmeister-Stücke tauchen im Dorotheum und bei Im Kinsky in Wien auf, sowohl im Schmuck- als auch im Silberbereich. Eine pauschale Preisangabe ist nicht möglich, weil Gattung, Material und bei Schmuck der Steinwert stark mitbestimmen. Als Faustregel gilt: Die Firmensignatur bedeutet einen klaren Aufschlag gegenüber einem vergleichbaren, unsignierten Stück derselben Periode.


Welche Rozet & Fischmeister-Stücke haben Sammlerwert?

Schmuck und Juwelen. Broschen, Colliers, Ohrgehänge, Ringe und Armbänder aus Historismus, Jugendstil und der Vintage-Zeit der 1940er bis 1960er Jahre sind die häufigsten Funde. Das Haus ist Kennern auch als Adresse für Vintage-Schmuck ein Begriff. Der Wert hängt von Steinbesatz, Epoche und Erhaltung ab und erreicht je nach Stück vier- bis fünfstellige Beträge.

Goldwaren und Galanteriewaren. Golddosen, Etuis und feine Kleinarbeiten stehen in der Tradition der Wiener Goldschmiedekunst und werden auf einem eigenen Sammlermarkt gehandelt. Bei diesen Stücken überwiegt meist der Sammler- über den reinen Materialwert.

Tafelsilber und Besteck. Rozet & Fischmeister ist bis heute eine der Wiener Adressen für Tafelsilber, Besteck und Tischkultur. Historische Silberarbeiten mit der Firmenpunze, vom einzelnen Objekt bis zur Garnitur, sind eigene Bewertungskategorien.

Orden und Ehrenzeichen. Das Haus fertigte Orden und Ehrenzeichen, die heute ein spezialisiertes Sammelgebiet bilden, besonders wenn Anlass und Empfänger rekonstruierbar sind.

Stücke mit Künstlerbezug. Arbeiten im Umfeld der Wiener Secession oder mit Bezug zu René Lalique verbinden Goldschmiedekunst mit Kunstgeschichte und werden entsprechend höher bewertet.

Moderne Stücke nach Entwürfen von Franz Fischmeister. Aktuelle Schmuckkreationen aus dem hauseigenen Atelier haben einen klar definierten Marktwert und sind im Wiederverkauf gut nachgefragt.


Worauf bei Bewertung und Echtheit zu achten ist

Die Firmenpunze. Stücke aus dem Haus tragen die Marke von Rozet & Fischmeister, zusätzlich zur offiziellen österreichischen Amtspunze. Diese Kombination aus Firmen- und Amtspunze macht ein Stück zuordenbar und unterscheidet das Original von unsignierter Ware.

Österreichische Beschau und Feingehalt. Bei Goldstücken gilt: Vor 1938 erzeugte Gegenstände sind in Österreich von der Feingehaltspunze ausgenommen, ältere Stücke tragen daher häufig nur die Firmen- und Amtspunze. Bei Silberarbeiten findet sich die Beschau, der Dianakopf bei Stücken ab 1922, ältere Beschauzeichen bei Frühwerken.

Gattung richtig einordnen. Weil das Haus Schmuck, Gold, Silber und Orden gefertigt hat, ist die korrekte Zuordnung der Gattung der erste Schritt jeder Bewertung. Ein Tafelsilber wird nach anderen Kriterien beurteilt als ein Brillantcollier.

Originaletui und Unterlagen. Ein originales Etui, Rechnungen oder Gutachten erhöhen den Wert und erleichtern die Zuordnung. Da das Haus bis heute besteht, sind Unterlagen und Stempel gut dokumentiert.

Antik oder aktuell. Bei den Schmuckstücken ist die Unterscheidung zwischen historischer Arbeit und aktueller Produktion nach Entwürfen von Franz Fischmeister entscheidend, da sie den gesamten Bewertungsrahmen betrifft.

Steinprüfung und Originalzustand. Bei Schmuck gehört die fachkundige Beurteilung der Steine (Schliff, Qualität, Echtheit) zu jeder seriösen Bewertung. Spätere Umarbeitungen und Reparaturen mindern den Wert, ein unveränderter Originalzustand hebt ihn.


Wie läuft ein Ankauf bei Paul Grosslicht ab?

Der erste Schritt ist einfach. Schicken Sie uns Fotos der Stücke, möglichst übersichtlich und mit einer klaren Detailaufnahme der Punze sowie, falls vorhanden, des Etuis und etwaiger Unterlagen. Bei Tafelsilber empfiehlt sich eine Aufnahme der Vollständigkeit, bei Schmuck eine Detailaufnahme der Steine. Auf Basis dieser Fotos erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist.

Bei konkretem Interesse kommt Paul Grosslicht persönlich zu Ihnen, kurzfristige Termine sind möglich. Bei umfangreichen Beständen oder ganzen Nachlässen ist der Hausbesuch in der Regel die sinnvollere Variante. Die Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.

Wenn beide Seiten sich einigen, kann die Abwicklung sehr rasch gehen. Eine Auszahlung noch am selben Tag ist in vielen Fällen möglich, auf Wunsch bar oder per Überweisung. Bei besonders wertvollen Stücken, etwa bedeutendem Juwelenschmuck, hochwertigem Tafelsilber oder Arbeiten mit dokumentierter Provenienz, ist häufig eine Vermittlung an spezialisierte Sammler oder die Einlieferung in eine entsprechende Auktion sinnvoller als der direkte Ankauf. Fallweise besteht dafür eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien. Auch das wird im persönlichen Gespräch geklärt.


Warum Paul Grosslicht kontaktieren?

Paul Grosslicht betreibt den Wiener Kunsthandel seit über 35 Jahren, das Familienunternehmen in dritter Generation. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im An- und Verkauf erlesener Antiquitäten und Kunstgegenstände, von Gemälden und Kunstobjekten über Porzellan, Silber und Uhren bis hin zu Goldschmuck, Juwelen und Tafelsilber. Fallweise besteht eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien, was für besondere Stücke zusätzliche Vermarktungswege eröffnet.

Ob aus einem Nachlass, einer aufzulösenden Sammlung oder als Einzelstück: Der Erstkontakt ist unverbindlich, die Bewertung kostenlos. Und wer keine Zeit verlieren möchte, bekommt rasch Klarheit.

Weitere Übersicht: Gold-Ankauf in Wien und Silber-Ankauf in Wien, dazu A.E. Köchert, das zweite große Wiener Hofjuweliershaus.

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