Tiffany & Co. Schmuck und Silber verkaufen und bewerten lassen
Der Inbegriff amerikanischer Juwelierskunst
Wer in einem Nachlass ein Stück von Tiffany & Co. findet, sei es Schmuck, ein Silberobjekt oder ein von einem bekannten Designer signiertes Stück, hält ein international gesuchtes Markenzeichen in der Hand. Tiffany ist seit fast zweihundert Jahren der bekannteste Name der amerikanischen Juwelierskunst, vom Verlobungsring mit der berühmten Tiffany-Fassung bis zum Sterlingsilber, dessen Standard das Haus mitgeprägt hat.
Für die Bewertung ist die Marke, und bei vielen Stücken die zusätzliche Designer-Signatur, entscheidend. Ein von Jean Schlumberger, Elsa Peretti oder Paloma Picasso signiertes Stück wird anders bewertet als anonymer Schmuck gleicher Machart. Bei Schmuck kommt der Steinwert hinzu, beim Silber der Sammler- und Modellwert. Die Spanne reicht von mittleren dreistelligen Beträgen für kleinere Silberstücke bis zu fünfstelligen Summen für bedeutenden Juwelenschmuck und gesuchte Designerarbeiten.
Tiffany und die Geschichte eines amerikanischen Hauses
Die Geschichte beginnt 1837 in New York. Der fünfundzwanzigjährige Charles Lewis Tiffany (1812 bis 1902) eröffnete gemeinsam mit seinem Schulfreund John B. Young ein Geschäft für Schreibwaren und Galanteriewaren unter dem Namen Tiffany & Young. Der Umsatz des ersten Verkaufstags betrug ganze 4,98 Dollar. 1841 trat J.L. Ellis als Partner ein, und das Haus firmierte als Tiffany, Young & Ellis. 1853 übernahm Charles Lewis Tiffany die alleinige Leitung, benannte das Unternehmen in Tiffany & Co. um und richtete es ganz auf Schmuck aus.
Mehrere frühe Entscheidungen prägten den Ruf des Hauses. Bereits 1845 erschien das Blue Book, einer der ersten Versandkataloge der USA. 1851 übernahm Tiffany den englischen Sterlingsilber-Standard von 925/1000 und etablierte ihn in den Vereinigten Staaten, wo er später zum nationalen Standard wurde. Tiffany zeichnete seine Waren mit festen Preisen aus und verkaufte nur gegen Barzahlung, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war. 1886 entwickelte Charles Lewis Tiffany die berühmte Tiffany-Fassung, bei der sechs Krappen den Diamanten über dem Ring halten, um seine Brillanz zur Geltung zu bringen. Sie ist bis heute der klassische Verlobungsring.
Im 20. Jahrhundert prägten bekannte Gestalter das Haus. Jean Schlumberger, ab 1974 Elsa Peretti und ab 1980 Paloma Picasso schufen eigene, bis heute gesuchte Kollektionen. Elsa Peretti hob das Sterlingsilber wieder in den Rang des feinen Schmucks. Seit 2021 gehört Tiffany & Co. zum französischen Luxuskonzern LVMH.
Eine wichtige Unterscheidung für die Bewertung betrifft den Namen Tiffany: Der Sohn des Gründers, Louis Comfort Tiffany, leitete mit Tiffany Studios eine eigene Werkstatt, die für ihre Lampen und das schillernde Favrile-Glas berühmt ist. Diese Objekte bilden einen eigenen, oft sehr hochpreisigen Markt und sind nicht mit dem Schmuck und Silber von Tiffany & Co. zu verwechseln.
Warum ist Tiffany heute besonders gesucht?
Tiffany ist eine weltweit sofort wiedererkannte Marke. Mehrere Faktoren tragen die Nachfrage am Sammlermarkt.
Erstens die Designer-Signaturen. Stücke von Jean Schlumberger, Elsa Peretti und Paloma Picasso sind eigene Sammelkategorien. Besonders Schlumberger-Arbeiten erzielen international hohe Preise, und die Signatur eines Hausdesigners bedeutet einen klaren Aufschlag.
Zweitens das Sterlingsilber-Erbe. Tiffany hat den 925er-Standard in den USA etabliert. Historisches und hochwertiges Tiffany-Silber, von Hohlware über Tafelsilber bis zu Objekten, ist ein eigenes, stabiles Sammelgebiet.
Drittens die Markenstärke im Schmuck. Verlobungsringe mit der Tiffany-Fassung, klassische Solitäre und Vintage-Schmuck sind verlässlich nachgefragt, sowohl am Vintage- als auch am aktuellen Markt.
Tiffany-Stücke werden über die internationalen Auktionshäuser (Sotheby’s, Christie’s) sowie im Dorotheum und bei Im Kinsky in Wien gehandelt. Eine pauschale Preisangabe ist nicht möglich, weil Gattung, Material, Designer und bei Schmuck der Steinwert stark mitbestimmen. Als Faustregel gilt: Die Tiffany-Signatur, und erst recht eine zusätzliche Designer-Signatur, bedeutet einen klaren Aufschlag gegenüber einem vergleichbaren, unsignierten Stück.
Welche Tiffany-Stücke haben Sammlerwert?
Designer-signierter Schmuck. Arbeiten von Jean Schlumberger (etwa die „Bird on a Rock“-Broschen), Elsa Peretti (Open Heart, Bone Cuff, Diamonds by the Yard) und Paloma Picasso sind die gesuchtesten Tiffany-Stücke. Die Designer-Signatur ist hier der wichtigste Werttreiber.

Sterlingsilber. Hohlware, Tafelsilber, Besteck, Schalen, Kannen und Objekte mit der Tiffany-Punze sind eigene Bewertungskategorien. Historische Stücke des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts werden besonders geschätzt.
Verlobungsringe und Juwelenschmuck. Solitärringe mit der Tiffany-Fassung, Colliers, Armbänder und Ohrschmuck erreichen je nach Steinbesatz und Erhaltung vier- bis fünfstellige Werte. Das Originaletui und Zertifikat erhöhen den Wert.
Vintage-Schmuck. Stücke aus der Mitte des 20. Jahrhunderts und früher sind als Vintage-Tiffany eine eigene, international handelbare Kategorie.
Tiffany Studios (Louis Comfort Tiffany). Lampen und Favrile-Glas aus den Tiffany Studios bilden einen gesonderten, oft sehr hochpreisigen Markt. Diese Objekte erfordern eine eigene fachkundige Beurteilung und sind klar von Tiffany & Co. zu unterscheiden.
Worauf bei Bewertung und Echtheit zu achten ist
Die Tiffany-Punze. Stücke tragen die Marke „TIFFANY & CO.“, bei Silber zusätzlich „STERLING“ oder „925″, bei Schmuck die jeweilige Edelmetallangabe (etwa 750 für 18-karätiges Gold oder PT950 für Platin). Diese Marken sind das wichtigste Echtheitsmerkmal.
Designer-Signatur. Von Hausdesignern gestaltete Stücke tragen zusätzlich deren Namen, etwa „Schlumberger“, „Elsa Peretti“ oder „Paloma Picasso“. Diese Signatur ist für die Bewertung von großer Bedeutung.
Modell- und Datierungsmerkmale. Tiffany-Silber trägt historisch Modell- und Auftragsnummern sowie ein System von Datierungsbuchstaben, das eine zeitliche Einordnung erlaubt. Bei der Bewertung hochwertiger Stücke werden diese Merkmale herangezogen.
Tiffany & Co. oder Tiffany Studios. Die Unterscheidung zwischen dem Schmuck und Silber von Tiffany & Co. und den Lampen und Glasobjekten der Tiffany Studios ist grundlegend, da es sich um zwei verschiedene Märkte handelt.
Etui, Beutel und Papiere. Das charakteristische Tiffany-Etui in der Markenfarbe, der Beutel und etwaige Zertifikate erhöhen den Wert und erleichtern die Zuordnung.
Vorsicht bei Fälschungen. Tiffany zählt zu den am häufigsten gefälschten Marken. Eine fachkundige Prüfung von Punze, Signatur, Verarbeitung und Steinen ist daher unerlässlich.
Wie läuft ein Ankauf bei Paul Grosslicht ab?
Der erste Schritt ist einfach. Schicken Sie uns Fotos der Stücke, möglichst übersichtlich und mit einer klaren Detailaufnahme der Punze, einer etwaigen Designer-Signatur und, falls vorhanden, des Etuis und der Papiere. Auf Basis dieser Fotos erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist.
Bei konkretem Interesse kommt Paul Grosslicht persönlich zu Ihnen, kurzfristige Termine sind möglich. Bei umfangreichen Beständen oder ganzen Nachlässen ist der Hausbesuch in der Regel die sinnvollere Variante. Die Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.
Wenn beide Seiten sich einigen, kann die Abwicklung sehr rasch gehen. Eine Auszahlung noch am selben Tag ist in vielen Fällen möglich, auf Wunsch bar oder per Überweisung. Bei besonders wertvollen Tiffany-Stücken, etwa bedeutendem Designer-Schmuck oder hochwertigem Silber, ist häufig eine Vermittlung an spezialisierte Sammler oder die Einlieferung in eine internationale Auktion sinnvoller als der direkte Ankauf. Fallweise besteht dafür eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien. Auch das wird im persönlichen Gespräch geklärt.
Warum Paul Grosslicht kontaktieren?
Paul Grosslicht betreibt den Wiener Kunsthandel seit über 35 Jahren, das Familienunternehmen in dritter Generation. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im An- und Verkauf erlesener Antiquitäten und Kunstgegenstände, von Gemälden und Kunstobjekten über Porzellan, Silber und Uhren bis hin zu Goldschmuck und Juwelen. Fallweise besteht eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien, was für besondere Stücke zusätzliche Vermarktungswege eröffnet.
Ob aus einem Nachlass, einer aufzulösenden Sammlung oder als Einzelstück: Der Erstkontakt ist unverbindlich, die Bewertung kostenlos. Und wer keine Zeit verlieren möchte, bekommt rasch Klarheit.
Weitere Übersicht: Gold-Ankauf in Wien und Silber-Ankauf in Wien, dazu Cartier, das französische Pendant unter den großen Juwelierhäusern.



