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Leo Putz: Gemälde verkaufen und bewerten lassen
Der Maler des Sommerlichts
Kaum ein Maler hat das Licht eines Sommernachmittags so eingefangen wie Leo Putz. Frauen in weißen Kleidern am Ufer, das Flirren der Sonne im Laub, ein Stillleben auf dem Gartentisch – seine besten Werke gehören zu den begehrtesten Arbeiten des deutschsprachigen Impressionismus. Wenn Sie ein Gemälde von Leo Putz geerbt haben oder ein Werk des aus Meran stammenden Malers besitzen, stellt sich früher oder später die Frage nach seinem Wert.
Der Kunsthandel Paul Grosslicht in Wien kauft Werke von Leo Putz an und bewertet sie fachkundig, persönlich und marktgerecht. Wien ist einer der stärksten Handelsplätze für seine Kunst – ein Umstand, der bei der Bewertung ebenso zählt wie Werkphase, Motiv und Zustand. Auf dieser Seite erfahren Sie, wer Leo Putz war, warum seine Werke heute gefragt sind, wie Sie ein echtes Werk erkennen und wie ein fairer Ankauf abläuft.
Wer war Leo Putz?
Leo Putz wurde am 18. Juni 1869 in Meran geboren und starb dort am 21. Juli 1940. Er stammte aus einer angesehenen Südtiroler Familie – sein Vater war Bürgermeister und Kurvorstand der Kurstadt. Obwohl seine Laufbahn untrennbar mit München verbunden ist, wird Putz bis heute zu den bedeutendsten Malern Tirols gezählt.
Seine Ausbildung führte ihn an die wichtigsten Kunstzentren seiner Zeit. Ab 1888 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Gabriel von Hackl, arbeitete in Dachau mit Adolf Hölzel und verbrachte 1891 ein Jahr an der renommierten Académie Julian in Paris. Ab 1895 wirkte er als freier Künstler in München und wurde rasch zu einer prägenden Figur der dortigen Moderne.
1899 zählte Leo Putz zu den Gründungsmitgliedern der Künstlervereinigung Die Scholle, die sich bewusst vom akademischen Historismus abwandte und räumliche Tiefe zugunsten der Fläche auflöste. Große Bekanntheit erlangte Putz zudem durch seine Mitarbeit an der Münchner Zeitschrift Jugend – jenem Blatt, das dem gesamten Jugendstil seinen Namen gab. Zahlreiche seiner Kompositionen erschienen auf deren Titelseiten und trugen seinen Ruf weit über München hinaus.
Nach 1900 fand Putz zu seinem impressionistischen Reifestil. Zwischen 1902 und 1914 entstanden jene lichtdurchfluteten Freilichtbilder, die heute den Kern seines Marktes bilden. Sein Gemälde Picknick (1904) hängt in der Neuen Pinakothek in München; weitere Werke gelangten schon zu Lebzeiten in bedeutende Sammlungen wie die Staatsgalerie Dresden. 1909 wurde er zum bayerischen Professor ernannt, 1925 zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.
1928 reiste Leo Putz nach Brasilien, wo das tropische Licht seinen Stil in Richtung eines moderaten Expressionismus verschob. 1931 übernahm er eine Professur an der Escola Nacional de Belas Artes in Rio de Janeiro. 1933 kehrte er nach Europa zurück. 1937 wurde er von den Nationalsozialisten aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen und zog sich in seine Geburtsstadt Meran zurück, wo er drei Jahre später starb.
Warum sind Werke von Leo Putz heute im Kunsthandel gefragt?
Leo Putz gehört zu den etablierten Namen des deutschsprachigen Impressionismus, und sein Markt hat sich über die Jahre stabil und auf hohem Niveau entwickelt. Besonders die Freilichtbilder seiner Reifezeit werden international gesammelt – und Wien ist dabei einer der wichtigsten Handelsplätze.
Ein Blick auf die Auktionsergebnisse zeigt die Bandbreite: Beim Wiener Auktionshaus im Kinsky erzielte das Gemälde Cara Köhler mit Papagei (1911) im Jahr 2023 rund 179.200 Euro. Werke wie Im Schleißheimer Park (um 1906) lagen im Bereich von 156.000 bis 166.400 Euro. Am Wiener Dorotheum wurden Spitzenlose in den vergangenen Jahren mit rund 89.600 Euro zugeschlagen. In München erreichten Arbeiten wie Pauline oder das Gartentischstillleben von 1908 bei Ketterer Kunst sogar Ergebnisse um 188.000 bis 235.000 Euro.
Diese Zahlen betreffen das obere Marktsegment – hochwertige Ölgemälde der besten Schaffensperiode mit begehrten Motiven. Sie sind kein Versprechen für ein bestimmtes Werk, sondern zeigen, welches Potenzial in einer Arbeit von Leo Putz stecken kann. Am anderen Ende der Skala bewegen sich Grafiken, Zeichnungen, kleine Formate und Arbeiten aus weniger gefragten Phasen häufig im Bereich von einigen hundert bis wenigen tausend Euro. Genau diese große Spanne macht eine individuelle, fachkundige Bewertung so wichtig: Der Name allein bestimmt den Wert nicht.
Wie erkenne ich ein Werk von Leo Putz?
Für eine erste Orientierung achten Fachleute auf mehrere Merkmale. Sie ersetzen keine Begutachtung, helfen aber, ein Werk einzuordnen:
- Motive: Junge Frauen in sommerlichen Landschaften, badende Mädchen an Seeufern, Bildnisse, Gartenszenen und Stillleben. Die Verbindung von Figur und Freilicht ist typisch für Putz.
- Farbigkeit und Malweise: Ein temperamentvoller, impressionistischer Farbauftrag, viel Licht, bewegte Pinselschrift. In der frühen Phase eher dekorativ-flächig im Sinne des Jugendstils, später leuchtender und freier.
- Technik und Werkphase: Ölgemälde der Reifezeit (1902–1914) sind am gefragtesten. Daneben gibt es Grafiken, Zeichnungen und die farblich veränderten Brasilien-Bilder ab 1928 – jede Phase hat ihren eigenen Charakter und Marktwert.
- Signatur und Rückseite: Meist mit „Leo Putz“ signiert, häufig datiert. Auf der Rückseite finden sich oft Etiketten früherer Ausstellungen, Galerien oder Auktionen – wertvolle Hinweise auf die Provenienz, also die lückenlose Herkunftsgeschichte.

Dame in Blau – von Leo Putz
Weil Leo Putz zu den gefragten Namen zählt, kursieren am Markt auch Kopien und Fehlzuschreibungen. Ob ein Werk tatsächlich von seiner Hand stammt, lässt sich seriös nur im Vergleich mit dem gesicherten Œuvre und der einschlägigen Literatur beurteilen. Wenn Sie unsicher sind, ist das kein Hindernis – im Gegenteil: Eine fachkundige Einschätzung schafft Klarheit, bevor Sie eine Entscheidung treffen.
Wie läuft ein Ankauf bei Paul Grosslicht ab?
Der Verkauf eines wertvollen Gemäldes ist Vertrauenssache – besonders, wenn es aus einem Nachlass stammt und mit Erinnerungen verbunden ist. Bei uns läuft der Ankauf transparent und in Ihrem Tempo ab.
Der erste Schritt ist einfach: Schicken Sie uns Fotos des Werkes – Vorderseite, Rückseite, Signatur und Rahmen – per E-Mail oder WhatsApp. Anhand dieser Bilder geben wir Ihnen eine erste, unverbindliche Einschätzung, oft schon innerhalb kurzer Zeit.
Für die genaue Bewertung sehen wir das Werk anschließend im Original. Sie können es in unsere Räume in der Piaristengasse in 1080 Wien bringen, oder wir kommen bei größeren Beständen und Verlassenschaften zu Ihnen. Dabei prüfen wir Zuschreibung, Erhaltungszustand und Herkunft und ordnen das Werk in den aktuellen Markt ein. Die Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.
Danach erhalten Sie ein nachvollziehbares, marktgerechtes Angebot. Auf Wunsch besprechen wir gemeinsam, ob der direkte Ankauf oder die Vermittlung an einen Sammler der bessere Weg für Ihr Werk ist. Entscheiden Sie sich für den Verkauf, ist eine Auszahlung in vielen Fällen noch am selben Tag möglich. Es gibt keinen Zeitdruck und keine Verpflichtung, bis Sie zusagen.
Warum Paul Grosslicht kontaktieren?
Der Kunsthandel Paul Grosslicht ist ein Wiener Familienbetrieb mit Fachkompetenz über drei Generationen und mehr als 35 Jahren Erfahrung in der Bewertung von Kunst und Antiquitäten. „Schon mein Großvater hat in mir die Liebe zu allem Schönen geweckt“ – dieser persönliche Zugang prägt unsere Arbeit bis heute. Neben Gemälden schätzen und kaufen wir auch Schmuck, Uhren, Möbel und Antiquitäten und begleiten Sie einfühlsam bei der Auflösung von Verlassenschaften.
Der Erstkontakt ist unverbindlich, die Bewertung kostenlos. Ob Sie ein einzelnes Werk von Leo Putz verkaufen möchten, eine ganze Sammlung oder einen Nachlass ordnen: Sie erreichen uns direkt und persönlich.



