Carl Moll Ankauf Wien

Carl Moll Ankauf Wien: der Maler der Hohen Warte und sein Markt

Carl Moll hat den Aufbruch der Wiener Moderne nicht nur gemalt, er hat ihn mit organisiert. Er gehörte zu den Gründern der Secession, leitete acht Jahre lang die Galerie Miethke, brachte van Gogh erstmals nach Wien und betrieb 1903 die Gründung der staatlichen Modernen Galerie, aus der das Belvedere hervorging. Daneben entstand ein Werk, das heute zu den teuersten der österreichischen Malerei um 1900 zählt.

Die Zahlen zeigen das deutlich. Im Mai 2025 erzielte „Garten in Döbling“ aus der Sammlung des Wiener Stadtrats Julius Tandler im Dorotheum 536.750 Euro. Eineinhalb Jahre davor brachte „Garten im Frühling auf der Hohen Warte“ von 1903 im Auktionshaus im Kinsky 486.400 Euro. Den internationalen Rekord hält „Weißes Interieur“ von 1905, das Berta Zuckerkandl in ihrer Döblinger Wohnung zeigt: 4,75 Millionen Dollar, rund 3,9 Millionen Euro, im Februar 2021 bei Freeman’s in Philadelphia. Zugleich wechseln frühe Landschaften Molls für unter 5.000 Euro den Besitzer, und seine Farbholzschnitte liegen häufig im dreistelligen Bereich. Zwischen diesen Polen liegt der eigentliche Beratungsbedarf.

Der Kunsthandel Paul Grosslicht in der Wiener Josefstadt kauft Gemälde, Ölstudien und Druckgrafik von Carl Moll an. Die Erstbewertung ist kostenlos, diskret und unverbindlich. Auf dieser Seite lesen Sie, wer Moll war, was seine Arbeiten heute wert sind, woran Sie ein eigenhändiges Werk erkennen, warum die Herkunft bei ihm besonders genau geprüft wird und wie ein Ankauf bei uns abläuft.

Vom Schindler-Schüler zum Organisator der Wiener Moderne

Carl Moll wurde am 23. April 1861 in Wien geboren, als Sohn des Großhändlers und Gemeinderats Julius Moll. Das Interesse an der Malerei weckte sein Onkel mütterlicherseits, der Landschaftsmaler Karl Schmid. Nach Privatunterricht bei Carl Haunold studierte Moll um 1880 an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl. Anfang der 1880er Jahre wechselte er zu Emil Jakob Schindler, dessen Schüler und später Assistent er wurde.

Diese Verbindung prägte sein ganzes Leben. Moll gehörte zu dem Kreis, der die Sommer mit Schindler auf Studienfahrten verbrachte, in Bad Goisern, in Dalmatien, auf Korfu und ab 1885 auf Schloss Plankenberg bei Neulengbach. Zum selben Kreis zählten Olga Wisinger-FlorianMarie Egner und Tina Blau. Nach Schindlers Tod 1892 heiratete Moll 1895 dessen Witwe, die Hamburger Sängerin Anna Bergen, und wurde Stiefvater von Alma Schindler, der späteren Alma Mahler-Werfel. Er betreute Schindlers künstlerischen Nachlass, veröffentlichte 1930 eine Bildnisstudie über ihn und sorgte dafür, dass ein großer Teil von Schindlers Werk ins Belvedere gelangte.

Den eigenen Durchbruch brachte 1892 „Römische Ruine in Schönbrunn“, für das Moll die Silberne Medaille des Künstlerhauses erhielt. 1897 trat er aus der Genossenschaft bildender Künstler aus und gehörte zu den Gründern der Wiener Secession.

Hohe Warte, Galerie Miethke und die Secessionsjahre

1901 baute Josef Hoffmann für Moll und Koloman Moser auf der Hohen Warte im 19. Bezirk ein Doppelhaus, das erste Gebäude einer geplanten Villenkolonie. Moll wohnte bis 1908 in der Steinfeldgasse 8 und übersiedelte dann um die Ecke in die Wollergasse 10, wo er bis zu seinem Tod blieb. Der Garten dieser Häuser, der Blick aus dem Fenster, das verschneite Döbling: Diese Motive bilden bis heute das teuerste Segment seines Werks.

Parallel dazu arbeitete Moll als Kunstpolitiker und Händler. Von 1904 bis 1912 leitete er die Galerie Miethke; laut Neuer Deutscher Biographie führte er dort über hundert Auktionen durch und organisierte die Ausstellungen, die Wien mit der internationalen Moderne bekannt machten. 1905 verließ er gemeinsam mit der Gruppe um Gustav Klimt die Secession, unter anderem wegen Differenzen über eben diese Galerie. Als er 1912 ausschied, erhielt er als Abfindung die unverkauften italienischen Bilder des Hauses, darunter Arbeiten aus dem Quattrocento.

Reisebilder, Nationalsozialismus und das Ende 1945

Ab etwa 1907 kam ein zweiter großer Motivkreis dazu: Reisebilder. Moll hielt sich mehrfach über Monate in Venedig auf, später malte er an der Riviera, in Algier, in Rapallo, in Bad Hall, in Hofgastein und am Semmering. Seine Malweise wurde dabei freier und flächiger und näherte sich in den letzten Jahren dem Expressionismus an.

In den 1930er Jahren wurde Moll überzeugter Nationalsozialist. Als seine Stieftochter Alma Mahler-Werfel im März 1938 mit ihrem Mann Franz Werfel fliehen musste, holte Moll fünf Bilder, die sie dem Belvedere geliehen hatte, im Namen seiner Tochter Maria Eberstaller dort ab. Das wertvollste davon, Edvard Munchs „Sommernacht am Strand“, verkaufte er 1940 um 7.000 Reichsmark an die Galerie. Am 13. April 1945, während der Schlacht um Wien, nahmen sich Moll, seine Tochter Maria und sein Schwiegersohn Richard Eberstaller in der Wollergasse das Leben. Moll wurde am Grinzinger Friedhof bestattet.

Für den Kunsthandel ist dieser Teil der Biografie kein Nebenschauplatz. Er ist der Grund, warum bei Werken aus Molls Umfeld die Besitzgeschichte der Jahre 1933 bis 1945 mit besonderer Sorgfalt geprüft wird.

Was ein Werk von Carl Moll heute wert ist

Der Moll-Markt ist stabil und international. Anders als bei seinem Lehrer Schindler oder bei Olga Wisinger-Florian lässt er sich aber nicht mit einer einfachen Regel wie „je später, desto teurer“ beschreiben. Ausschlaggebend sind Motiv, Format und Werkphase, und zwar in dieser Reihenfolge. Ein Wiener Gartenbild der Jahre um 1900 bis 1910 bringt ein Vielfaches einer Studie aus der Schindler-Zeit, während späte Landschaften der 1930er und 1940er Jahre nach wie vor sechsstellig zugeschlagen werden.

SegmentBeispieleÜbliche Größenordnung
Hauptwerke: Wiener Gärten, Hohe Warte, Interieurs, um 1900 bis 1910Döblinger Gartenbilder, Café Hohe Warte, Praterszenen180.000 bis über 530.000 Euro
Qualitätvolle Ölgemälde, Reisebilder, späte LandschaftenVenedig, Riviera, Algier, Semmering, Rax, Hofgastein45.000 bis 150.000 Euro
Kleinere Formate, Stillleben, InterieurstudienBlumenstücke, Atelieransichten, Ölstudien15.000 bis 55.000 Euro
Frühwerk aus der Schindler-Zeit, 1879 bis etwa 1895Plankenberg, Korfu, Ragusa, frühe Bachlandschaften4.000 bis 20.000 Euro
Farbholzschnitte und Druckgrafik„Winter (Hohe Warte in Wien)“, „Bäckerhäusl“500 bis 2.000 Euro

Belegte Zuschläge aus den Wiener Auktionssälen

An der Spitze stehen die Döblinger Gartenbilder. „Garten in Döbling“, um 1908 entstanden und aus der Sammlung Julius Tandler stammend, erzielte im Mai 2025 im Dorotheum 536.750 Euro. „Garten im Frühling auf der Hohen Warte“ von 1903 kam im November 2023 im Kinsky auf 486.400 Euro. Eine Praterszene brachte 2017 im Dorotheum 247.000 Euro, „Heustadlwasser im Prater“ von 1931 im Juni 2025 im Kinsky 195.000 Euro und „Café Hohe Warte“ von 1905 im Dezember 2024 ebendort 185.600 Euro.

Das breite obere Mittelfeld liegt zwischen 100.000 und 180.000 Euro. Ein Venedig-Motiv erreichte 2016 im Dorotheum 176.670 Euro, „Najadenbrunnen in Schönbrunn II“ von etwa 1910 im November 2014 im Kinsky 157.700 Euro, „Venedig, Blick auf San Giorgio Maggiore“ von etwa 1922 im Juni 2024 dort 145.840 Euro. Die „Riva Schiavoni“ brachte im Mai 2024 im Dorotheum 143.000 Euro. Dass auch das Spätwerk voll mitgeht, zeigen „Bad Hall in Oberösterreich“ von etwa 1936 mit 140.800 Euro, „Wald am Orthof am Semmering“ von 1943 mit 134.400 Euro und „Waldweg bei Kreuzberg an der Rax“, ebenfalls 1943, mit 115.200 Euro.

Im mittleren Bereich bewegen sich die Reise- und Stimmungsbilder. „Motiv aus Italien, Rapallo“ von 1931 kam 2016 auf 104.960 Euro, „Interieur mit Blumenstrauß“ vor 1905 im Dezember 2017 auf 102.400 Euro, die beiden Hofgasteiner Bilder von 1934 im Juni 2018 auf je 83.200 Euro, „Die große Pappel“ im Mai 2024 im Dorotheum auf 78.000 Euro und das „Interieur der Villa Mahler“ von etwa 1930 im Juni 2017 auf 76.800 Euro. Das Blumenstück „Begonie“ von 1930 brachte im Mai 2024 52.000 Euro, „Straße in Algier“ von 1930 im Dezember 2020 49.280 Euro.

Deutlich darunter bleibt das Frühwerk aus der Schindler-Zeit. „Bach mit Brücke“, signiert und 1879 datiert und damit eines der frühesten bekannten Gemälde Molls, erzielte im Dezember 2023 im Dorotheum 4.680 Euro. „Landschaft bei Plankenberg“ von etwa 1890 brachte 6.400 Euro, „Dorf Smarades auf Korfu“ von 1888 zuletzt im Juni 2026 9.100 Euro, die „Villa Taussig“ von 1895 im März 2024 10.125 Euro. Nach oben ausschlagen können auch frühe Arbeiten: „Hinterhof mit Frauen und Kindern“ von etwa 1892 war im Dezember 2025 auf 3.000 bis 6.000 Euro geschätzt und erreichte 13.000 Euro. „Der Waschtag“ von 1895 kam im Dezember 2020 auf 34.560 Euro, „Brauerei in Lübeck“ von 1894 im November 2016 auf 44.800 Euro.

Ein eigener Markt ist die Druckgrafik. Der Farbholzschnitt „Winter (Hohe Warte in Wien)“ von 1903, erschienen in der Jahresmappe der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, wurde im Kinsky mehrfach mit 640 Euro zugeschlagen und im Juni 2024 im Dorotheum mit 715 Euro. Das „Bäckerhäusl“ von etwa 1903 erreichte im Mai 2024 1.820 Euro. Alle genannten Beträge verstehen sich inklusive Aufgeld und Umsatzsteuer.

Woran Sie ein Werk von Carl Moll erkennen

Eine sichere Zuschreibung leistet nur die Begutachtung im Original. Die folgenden Merkmale helfen Ihnen aber, ein Bild einzuordnen, bevor Sie zum Telefon greifen.

Motiv und Malweise

Moll malte fast ausschließlich Landschaft, Garten, Interieur und Stillleben. Figuren kommen selten vor; das Bildnis Berta Zuckerkandls in „Weißes Interieur“ war nach Angaben des Auktionshauses das erste figürliche Gemälde Molls, das überhaupt auf einer Auktion angeboten wurde. Typisch sind Wiener Motive: der Prater, Schönbrunn, der Naschmarkt, Heiligenstadt, der Lainzer Tiergarten, vor allem aber Döbling und die Hohe Warte. Dazu kommen die Reisebilder aus Venedig, Dalmatien, Korfu, Algier, Rapallo und von der Riviera.

Die frühen Arbeiten stehen Schindler noch nahe, tonig und gedämpft. Um 1900 wird die Malweise flächig und dekorativ im Sinne der Secession, das Licht wird zum eigentlichen Thema. Im Spätwerk löst sich der Pinselstrich, die Farbe wird pastoser, Schwarz vermeidet Moll konsequent zugunsten von Komplementärkontrasten.

Format und Bildträger

Ein praktisches Erkennungsmerkmal ist das Quadrat. Auffallend viele Arbeiten Molls sind quadratisch oder nahezu quadratisch angelegt, etwa „Begonie“ mit 57 mal 55 Zentimetern, „Regen in Rapallo“ mit 35,5 mal 35 Zentimetern oder die Praterstudie „Parklandschaft mit Lichtung“ mit 35,2 mal 35,5 Zentimetern. Auch die Farbholzschnitte haben mit rund 43 mal 43 Zentimetern quadratische Druckstöcke. Als Bildträger verwendete Moll neben Leinwand häufig Holz, Sperrholz und Malkarton, besonders bei Studien.

Signatur, Monogramm und Rückseite

  • Signatur: ausgeführte Gemälde meist „C. Moll“ oder „Carl Moll“, am Rand des Bildfelds.
  • Monogramm: Studien und kleinere Arbeiten sind oft nur mit den verschränkten Buchstaben „CM“ bezeichnet, gelegentlich mit dem Pinsel in Schwarz.
  • Datierung: Frühe Bilder tragen die Jahreszahl teils verkürzt, etwa „Carl Moll (1)879“.
  • Rückseite: alte Ausstellungs- und Auktionsetiketten, Sammlerstempel, Leihgabezettel des Belvedere und handschriftliche Titel. Fotografieren Sie die Rückseite immer mit.

Das Werkverzeichnis von Cornelia Cabuk

Bei Carl Moll gibt es einen Wertfaktor, den man kennen sollte: das Werkverzeichnis. Cornelia Cabuk hat die Monografie mit Werkverzeichnis als Band 11 der Reihe „Belvedere Werkverzeichnisse“ vorgelegt, erschienen im Ritter Verlag. Die Gemälde tragen darin Nummern mit dem Kürzel GE, die Druckgrafik im Verzeichnis von Cabuk und Pichler das Kürzel DG.

Praktisch heißt das: Wiener Auktionshäuser vermerken bei bedeutenden Losen ausdrücklich, dass Dr. Cornelia Cabuk und Dr. Franz Smola vom Belvedere die Echtheit bestätigt und das Werk unter einer bestimmten Nummer in den Katalog aufgenommen haben. Ein solcher Vermerk hebt den erzielbaren Preis spürbar, weil er Zuschreibung und Datierung absichert. Wenn Sie ein Moll-Gemälde verkaufen wollen und noch keine Bestätigung vorliegt, ist die Aufnahme ins Werkverzeichnis oft der wirtschaftlich sinnvollste erste Schritt. Wir beraten Sie dazu im Zuge der Bewertung.

Die häufigsten Verwechslungen

Zwei Fehlerquellen treten bei Moll regelmäßig auf. Die erste betrifft das Frühwerk: Bilder aus den Studienjahren mit Schindler ähneln denen der übrigen Schülerinnen und Schüler stark, weil dieselben Motive nebeneinander bei gleichem Licht gemalt wurden. Zuschreibungen wandern hier in beide Richtungen. Die zweite betrifft den Namen. Der deutsche Maler Oskar Moll und der dänische Maler Carl Budtz-Møller werden im Handel gelegentlich mit Carl Moll verwechselt, ebenso kursieren Kopien nach bekannten Kompositionen. Eine Signatur allein beweist deshalb wenig.

Provenienz: warum die Herkunft bei Carl Moll besonders zählt

Molls politische Rolle wirkt bis heute in den Markt hinein. Der bekannteste Fall ist das schon erwähnte Munch-Gemälde „Sommernacht am Strand“, das Alma Mahler-Werfel 1937 dem Belvedere geliehen hatte und das Moll 1940 an das Haus verkaufte. Der Kunstrückgabebeirat lehnte eine Restitution 1999 ab; auf Grundlage einer revidierten Empfehlung von 2006 wurde das Bild 2007 an Alma Mahler-Werfels Enkelin ausgefolgt. Das Belvedere dokumentiert diesen Verlauf in seiner eigenen Darstellung zur Provenienzforschung.

Für Sie als Verkäufer folgen daraus zwei Dinge. Erstens prüfen seriöse Käufer und Auktionshäuser die Besitzkette zwischen 1933 und 1945, wenn sich in der Geschichte eines Bildes Hinweise auf Wiener Vorbesitz jener Jahre finden. Zweitens ist eine belegbare Provenienz bares Geld wert. Alte Rechnungen, Verlassenschaftsakten, Ausstellungsetiketten, ein Eintrag in der Literatur: Solche Unterlagen schaffen Rechtssicherheit und heben den erzielbaren Preis. Bringen Sie alles mit, was Sie haben, auch wenn es Ihnen unbedeutend erscheint.

Zum Urheberrecht: Carl Moll ist 1945 gestorben, sein Werk ist seit 2016 gemeinfrei. Ein Folgerecht fällt beim Weiterverkauf nicht an.

Ein Hinweis zum Zustand: Lassen Sie ein Bild vor dem Verkauf nicht auf eigene Faust reinigen. Molls Wirkung beruht auf dünn gesetzten, fein abgestimmten Farbschichten. Eine zu forsche Firnisabnahme kann genau das zerstören, was den Wert ausmacht.

So verkaufen Sie Ihr Werk von Carl Moll an uns

Der erste Schritt ist einfach: Schicken Sie uns Fotos, am besten Vorderseite, Rückseite, Signatur oder Monogramm und Rahmen, per E-Mail an office@grosslicht.at oder per WhatsApp. Auf dieser Grundlage erhalten Sie eine erste ehrliche Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist, meist innerhalb kurzer Zeit.

Bei konkretem Interesse sehen wir das Werk im Original an. Sie können es in unsere Räume in der Piaristengasse in 1080 Wien bringen, oder Paul Grosslicht kommt persönlich zu Ihnen, in Wien, in Niederösterreich und in ganz Österreich. Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich. Dabei prüfen wir Zuschreibung, Datierung, Erhaltungszustand und Herkunft und ordnen das Werk in den aktuellen Markt ein.

Danach erhalten Sie ein nachvollziehbares Angebot mit Begründung. Gerade in den oberen Preisklassen besprechen wir offen, ob der direkte Ankauf oder ein anderer Verkaufsweg für Sie günstiger ist; fallweise besteht eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien. Kommt eine Einigung zustande, ist eine Auszahlung in vielen Fällen noch am selben Tag möglich. Es gibt keinen Zeitdruck und keine Verpflichtung, bis Sie zusagen.

Häufige Fragen zum Carl-Moll-Ankauf

Was ist ein Gemälde von Carl Moll wert?

Die Spanne reicht von rund 4.000 Euro für frühe kleine Landschaften bis über 530.000 Euro für Hauptwerke. „Garten in Döbling“ erzielte im Mai 2025 im Dorotheum 536.750 Euro, „Garten im Frühling auf der Hohen Warte“ 2023 im Kinsky 486.400 Euro. Der internationale Rekord liegt bei 4,75 Millionen Dollar für „Weißes Interieur“, 2021 bei Freeman’s in Philadelphia. Qualitätvolle Ölgemälde liegen meist zwischen 45.000 und 150.000 Euro, Farbholzschnitte zwischen 500 und 2.000 Euro. Entscheidend sind Motiv, Format, Werkphase, Zustand und Provenienz.

Wie erkenne ich, ob mein Carl Moll echt ist?

Verlässlich nur durch Begutachtung im Original. Anhaltspunkte sind die Signatur „C. Moll“ oder das verschränkte Monogramm „CM“, das häufig quadratische Format, Holz oder Malkarton als Bildträger bei Studien sowie rückseitige Etiketten. Ausschlaggebend ist die Erfassung im Werkverzeichnis von Cornelia Cabuk. Weil viele Arbeiten aus dem Schindler-Kreis Moll ähneln und Kopien im Umlauf sind, empfehlen wir vor jeder Verkaufsentscheidung eine fachkundige Prüfung.

Was bringt die Aufnahme ins Werkverzeichnis?

Sie sichert Zuschreibung und Datierung ab und hebt den erzielbaren Preis. Wiener Auktionshäuser weisen bei bedeutenden Losen ausdrücklich darauf hin, dass Dr. Cornelia Cabuk und Dr. Franz Smola vom Belvedere die Echtheit bestätigt und das Werk unter einer GE-Nummer in den Katalog aufgenommen haben. Wir sagen Ihnen bei der Bewertung, ob sich der Weg in Ihrem Fall lohnt.

Kauft Grosslicht auch Studien und Farbholzschnitte von Carl Moll an?

Ja. Neben ausgeführten Gemälden interessieren uns Ölstudien, Zeichnungen und die Druckgrafik, also die Farbholzschnitte und Lithografien der Secessionsjahre. Sollte sich herausstellen, dass ein Werk nicht eigenhändig ist, sagen wir Ihnen das offen und nennen den realistischen Marktwert.

Spielt die Provenienz beim Verkauf eine Rolle?

Ja, bei Moll in besonderem Maß. Er war in den Jahren nach 1938 als überzeugter Nationalsozialist im Wiener Kunstbetrieb tätig, der Fall des Munch-Gemäldes „Sommernacht am Strand“ wurde bis 2007 verhandelt. Käufer und Auktionshäuser prüfen die Besitzkette zwischen 1933 und 1945 deshalb genau. Eine dokumentierte Herkunft schafft Rechtssicherheit und erhöht den Wert. Bringen Sie vorhandene Unterlagen zur Bewertung mit.

Was kostet die Bewertung?

Nichts. Die Ersteinschätzung nach Fotos und die persönliche Begutachtung vor Ort sind kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden danach in Ruhe.

Paul Grosslicht, Kunsthandel Wien

Der Kunsthandel Paul Grosslicht in der Piaristengasse 42a im achten Wiener Gemeindebezirk wird in dritter Generation geführt und ist seit über 35 Jahren im An- und Verkauf von Gemälden, Antiquitäten, Schmuck und Uhren tätig. Die österreichische Malerei vom Biedermeier über den Stimmungsimpressionismus bis zur Wiener Moderne gehört zum Kernbereich unserer Arbeit, ob als Einzelbild oder im Rahmen einer kompletten Verlassenschaft.

Sie besitzen ein Gemälde, eine Ölstudie oder einen Farbholzschnitt von Carl Moll? Kontaktieren Sie uns.

Quellen zu Biografie und Marktdaten: Wien Geschichte Wiki, Österreichisches Biographisches Lexikon (ÖBL), Neue Deutsche Biographie (NDB), Belvedere Wien (Provenienzforschung und Werkverzeichnisse online), Cornelia Cabuk, Carl Moll. Monografie und Werkverzeichnis, Belvedere Werkverzeichnisse Band 11, Ritter Verlag, Auktionshaus im Kinsky (Wien), Dorotheum (Wien), Freeman’s (Philadelphia), APA. Auktionsergebnisse gerundet und inklusive Aufgeld sowie Umsatzsteuer; Stand der Recherche August 2026.

Paul Grosslicht
Paul Grosslicht

Verfasst von Paul Grosslicht, zertifizierter Kunsthändler, Antiqitäten-, Gold-und Silberspezialist mit über 30 Jahren Expertise in der Bewertung von Tafelsilber, Besteck, Gemälden und Sammlerobjekten. Inhaber des Kunsthandels Grosslicht in 1080 Wien.