Cartier Ankauf Wien

Cartier Schmuck und Uhren verkaufen und bewerten lassen

Das Haus der Könige

Wer in einem Nachlass ein Stück von Cartier findet, sei es Schmuck, eine Uhr oder ein Objekt, hält eines der gesuchtesten Markenzeichen des internationalen Marktes in der Hand. Cartier gilt seit über anderthalb Jahrhunderten als Inbegriff erlesener Juwelierskunst, von König Edward VII. als „Juwelier der Könige und König der Juweliere“ bezeichnet. Stücke des Hauses sind klar signiert und in der Regel nummeriert, was die Zuordnung erleichtert und am Markt einen deutlichen Aufschlag bedeutet.

Für die Bewertung ist diese Signatur entscheidend. Ein signiertes und nummeriertes Cartier-Stück wird grundlegend anders bewertet als ein unsigniertes Stück im Stil der Zeit. Bei Schmuck kommt der Steinwert hinzu, bei Uhren der Modell- und Sammlerwert. Die Spanne reicht von mittleren vierstelligen Beträgen für gängige Stücke bis zu fünf- und sechsstelligen Summen für bedeutende Vintage-Arbeiten oder seltene Uhren.


Cartier und die Geschichte eines Pariser Hauses

Die Geschichte beginnt 1847 in Paris. Louis-François Cartier (1819 bis 1904) übernahm in diesem Jahr die Werkstatt seines Lehrmeisters Adolphe Picard und führte sie unter eigenem Namen weiter. Schon in den 1850er-Jahren gewann das Haus erste Kundschaft aus dem Hochadel, darunter Prinzessin Mathilde Bonaparte. 1874 übernahm der Sohn Alfred Cartier das Geschäft und verlegte es später in die vornehme Rue de la Paix im Pariser Juwelierviertel.

Zur Weltgeltung führten die drei Enkel des Gründers. Louis Cartier leitete Paris, Pierre Cartier New York und Jacques Cartier London. Die Filiale in London wurde 1902 eröffnet, jene in New York 1909. König Edward VII. von England prägte den berühmten Beinamen vom „Juwelier der Könige“, bestellte für seine Krönung 1902 zahlreiche Diademe und verlieh dem Haus 1904 einen königlichen Hoflieferantentitel. Unter Louis Cartier wurde das Haus zum Vorreiter der Verwendung von Platin im Schmuck und prägte mit dem sogenannten Girlandenstil die elegante Formensprache der Belle Époque und des frühen Art Déco.

Cartier schrieb auch Uhrengeschichte. 1904 entwarf Louis Cartier für den brasilianischen Flugpionier Alberto Santos-Dumont eine flache Armbanduhr mit eckigem Gehäuse, die als eine der ersten Herrenarmbanduhren gilt und bis heute als Santos produziert wird. 1917 entstand der Entwurf der Tank, die ab 1919 in den Verkauf ging und zur bekanntesten rechteckigen Uhr der Welt wurde. Das Haus blieb bis 1964 in Familienbesitz und gehört heute zum Schweizer Richemont-Konzern.

Für die heutige Bewertung bedeutet das eine große Bandbreite. Ein Cartier-Stück kann aus der Belle Époque und dem Art Déco stammen, aus der Mitte des 20. Jahrhunderts oder aus der laufenden Produktion. Die Einordnung erfolgt über Signatur, Nummer, Stil und, bei bedeutenden Stücken, über das Cartier-Archiv.


Warum ist Cartier heute besonders gesucht?

Cartier ist eine der wenigen Marken, die weltweit sofort wiedererkannt werden. Mehrere Faktoren tragen die anhaltend hohe Nachfrage.

Erstens die Signatur und Nummerierung. Cartier-Stücke sind klar gezeichnet und meist mit einer Seriennummer versehen. Bei bedeutenden Arbeiten lässt sich die Echtheit über das Firmenarchiv erhärten, was den Verkauf erleichtert und den Wert sichert.

Zweitens die ikonischen Linien. Modelle wie der Trinity-Ring (1924), das Love-Armband (1969), Juste un Clou und der Panthère-Schmuck sind eigene Sammelkategorien mit stabiler internationaler Nachfrage. Vintage-Stücke des Art Déco, etwa die farbenfrohen Tutti-Frutti-Arbeiten, zählen zu den höchstbewerteten Cartier-Objekten überhaupt.

Drittens die Uhren als eigener Markt. Tank, Santos, Panthère und Ballon Bleu sind gesuchte Sammleruhren. Frühe und seltene Ausführungen, besonders Tank-Modelle aus den ersten Jahrzehnten, erzielen am internationalen Markt hohe Preise.

Cartier-Stücke werden über die internationalen Auktionshäuser (Sotheby’s, Christie’s, häufig in Genf) sowie im Dorotheum und bei Im Kinsky in Wien gehandelt. Eine pauschale Preisangabe ist nicht möglich, weil Modell, Material und bei Schmuck der Steinwert stark mitbestimmen. Als Faustregel gilt: Die Cartier-Signatur bedeutet einen klaren Aufschlag gegenüber einem vergleichbaren, unsignierten Stück.


Welche Cartier-Stücke haben Sammlerwert?

Vintage-Schmuck der Belle Époque und des Art Déco. Broschen, Colliers, Armbänder und Ringe aus den ersten Jahrzehnten des Hauses, oft in Platin mit Diamanten, sind die höchstbewerteten Cartier-Arbeiten. Tutti-Frutti-Stücke und Arbeiten im Girlandenstil sind eigene Sammelgebiete.

Ikonische Schmucklinien. Love-Armband, Trinity-Ring, Juste un Clou und Panthère-Schmuck sind klar definierte, international handelbare Kategorien mit verlässlicher Nachfrage, auch in der jüngeren Produktion.

Uhren. Tank, Santos, Panthère, Pasha und Ballon Bleu zählen zu den gesuchten Sammleruhren. Vintage-Tank-Modelle und frühe Santos-Ausführungen erreichen je nach Zustand und Seltenheit hohe Werte.

Objekte und Accessoires. Mystery Clocks (Pendulen mit scheinbar frei schwebenden Zeigern), Feuerzeuge, Schreibgeräte, Etuis und kleine Goldarbeiten aus dem Haus Cartier sind eigene, gut handelbare Kategorien.

Signierte Einzelstücke. Auch einzelne signierte Broschen, Manschettenknöpfe oder Anhänger erreichen aufgrund der Marke deutlich höhere Werte als vergleichbare unsignierte Stücke.


Worauf bei Bewertung und Echtheit zu achten ist

Signatur und Herkunftsort. Cartier-Stücke tragen die eingravierte Signatur, oft mit dem Zusatz „Paris“, „London“ oder „New York“. Die Kombination aus Signatur und Herkunftsort ist ein wichtiges Datierungs- und Zuordnungsmerkmal.

Seriennummer und Referenz. Die meisten Cartier-Stücke sind nummeriert. Bei bedeutenden Arbeiten kann die Nummer über das Cartier-Archiv geprüft werden, was Echtheit und Entstehungszeit bestätigt.

Punzen und Edelmetallmarken. Französische Cartier-Stücke tragen die französischen Amtspunzen, etwa den Adlerkopf (tête d’aigle) für 18-karätiges Gold und den Hundekopf für Platin. In London gefertigte Stücke tragen die britischen Hallmarks mit Jahresbuchstaben, was eine genaue Datierung erlaubt.

Etui, Papiere und Zertifikat. Originaletui, Kaufbeleg, Zertifikat und bei Uhren die Papiere erhöhen den Wert deutlich und erleichtern die Vermittlung an Sammler.

Vorsicht bei „im Stil von Cartier“. Unsignierte Stücke im Cartier-Stil, spätere Umarbeitungen oder ausgetauschte Steine mindern den Wert. Eine fachkundige Prüfung von Signatur, Nummer, Punzen und Steinen ist daher unerlässlich, gerade weil Cartier zu den am häufigsten nachgeahmten Marken zählt.


Wie läuft ein Ankauf bei Paul Grosslicht ab?

Der erste Schritt ist einfach. Schicken Sie uns Fotos der Stücke, möglichst übersichtlich und mit einer klaren Detailaufnahme der Signatur, der Seriennummer und, falls vorhanden, des Etuis und der Papiere. Auf Basis dieser Fotos erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist.

Bei konkretem Interesse kommt Paul Grosslicht persönlich zu Ihnen, kurzfristige Termine sind möglich. Bei umfangreichen Beständen oder ganzen Nachlässen ist der Hausbesuch in der Regel die sinnvollere Variante. Die Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.

Wenn beide Seiten sich einigen, kann die Abwicklung sehr rasch gehen. Eine Auszahlung noch am selben Tag ist in vielen Fällen möglich, auf Wunsch bar oder per Überweisung. Bei besonders wertvollen Cartier-Stücken, etwa bedeutendem Vintage-Schmuck oder seltenen Uhren, ist häufig eine Vermittlung an spezialisierte Sammler oder die Einlieferung in eine internationale Auktion sinnvoller als der direkte Ankauf. Fallweise besteht dafür eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien. Auch das wird im persönlichen Gespräch geklärt.


Warum Paul Grosslicht kontaktieren?

Paul Grosslicht betreibt den Wiener Kunsthandel seit über 35 Jahren, das Familienunternehmen in dritter Generation. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im An- und Verkauf erlesener Antiquitäten und Kunstgegenstände, von Gemälden und Kunstobjekten über Porzellan, Silber und Uhren bis hin zu Goldschmuck und Juwelen. Fallweise besteht eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien, was für besondere Stücke zusätzliche Vermarktungswege eröffnet.

Ob aus einem Nachlass, einer aufzulösenden Sammlung oder als Einzelstück: Der Erstkontakt ist unverbindlich, die Bewertung kostenlos. Und wer keine Zeit verlieren möchte, bekommt rasch Klarheit.

Weitere Übersicht: Gold-Ankauf in Wien und Uhren-Ankauf in Wien, dazu Tiffany & Co., das amerikanische Pendant unter den großen Juwelierhäusern.

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