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Christian Ludwig Attersee: Gemälde verkaufen und bewerten lassen
Der Maler von Wasser, Wetter und Sinnlichkeit
Segelboote, Fische, Gischt, Obst, Herzen und Körper: Die Bildwelt von Christian Ludwig Attersee ist auf den ersten Blick erkennbar. Kaum ein österreichischer Künstler der Gegenwart hat eine so unverwechselbare Handschrift entwickelt, und kaum einer ist so präsent im öffentlichen Raum, vom 210 Quadratmeter großen Glasmosaik „Wetterhändler“ auf der Wiener Mariahilfer Straße bis zu den Plakaten der Semmering-Skirennen.
Attersee ist einer der wenigen lebenden österreichischen Maler, dessen Name längst Kunstgeschichte ist. Erst im Juni 2026 verlieh ihm die Stadt Wien das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Seine Werke tauchen regelmäßig bei österreichischen Auktionshäusern auf und finden verlässlich Käufer, vom signierten Druck bis zum großen Leinwandbild.
Wer ist Christian Ludwig Attersee?
Christian Ludwig Attersee wurde am 28. August 1940 als Christian Ludwig in Pressburg, dem heutigen Bratislava, geboren und kam 1944 nach Österreich. Seine Jugend verbrachte er in Aschach bei Linz und am Attersee in Oberösterreich, wo er sich als Segler einen Namen machte: Zwischen 1957 und 1962 wurde er dreimal österreichischer Staatsmeister. Dem Segelrevier seiner Jugend verdankt er den Künstlernamen, den er ab 1966 führte.
Ab 1957 studierte er an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst zunächst Bühnenarchitektur, dann Malerei bei Eduard Bäumer. Mit seinen „Gegenstandserfindungen“ der Jahre 1964 bis 1966, erotisch aufgeladenen Alltagsobjekten wie der „Speisekugel“ oder dem „Attersteck“, schrieb er sich in die europäische Pop Art ein. Er war mit den Protagonisten des Wiener Aktionismus befreundet, darunter Günter Brus und Hermann Nitsch, blieb aber stets ein Einzelgänger mit eigenem Programm. In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre gilt er als Gründerfigur der „Neuen Österreichischen Malerei“.
1977 waren seine Arbeiten auf der documenta 6 in Kassel zu sehen, 1984 gestaltete er den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig. Von 1990 bis 2009 lehrte er als Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Große Retrospektiven zeigten die Albertina (1997), das Stedelijk Museum Amsterdam (2002), das Bank Austria Kunstforum (2005) und das Belvedere 21 („Feuerstelle“, 2019). Attersee wurde unter anderem mit dem Großen Österreichischen Staatspreis (1997) und dem Großen Silbernen Ehrenzeichen der Republik (2019) ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Wien, am Semmering und im Burgenland.
Warum sind Werke von Attersee heute im Kunsthandel gefragt?
Attersee hat ein umfangreiches Werk geschaffen, das in allen Preisklassen gehandelt wird. Das macht ihn für Einsteiger wie für erfahrene Sammler interessant und sorgt für einen liquiden Markt: Bei nahezu jeder Auktion österreichischer Gegenwartskunst im Dorotheum oder im Kinsky sind Arbeiten von ihm vertreten.
Zur Orientierung einige belegte Ergebnisse: Das Gemälde „Arbeit ist Kleidung“ erzielte am 24. Juni 2021 im Dorotheum 45.300 Euro. Die Leinwandarbeit „Schlaf“ (1997) brachte im Kinsky 23.760 Euro. Mischtechniken auf Zeichenkarton, das Rückgrat seines Werks auf Papier, bewegen sich meist zwischen 2.000 und 8.000 Euro, frühe oder besonders gesuchte Blätter darüber. Handsignierte Druckgrafiken beginnen bei einigen Hundert Euro, handübermalte Unikate liegen höher.
Zwei Faktoren stützen die Nachfrage: Zum einen sind die Werkgruppen der 1960er und 1970er Jahre (Gegenstandserfindungen, Zyklus „Segelsport“) kunsthistorisch dokumentiert und international ausgestellt worden, was Frühwerken zusätzliche Aufmerksamkeit sichert. Zum anderen wechseln derzeit viele Arbeiten aus Sammlungen der ersten Käufergeneration den Besitzer, oft im Rahmen von Nachlässen. Wer ein Bild von Attersee geerbt oder vor Jahrzehnten gekauft hat, sollte es einschätzen lassen: Entstehungszeit, Technik und Format entscheiden über deutliche Wertunterschiede.
Wie erkenne ich ein Werk von Christian Ludwig Attersee?
Motive: Wasser und Wetter ziehen sich durch das gesamte Werk: Seen, Segelboote, Fische, Wellen, Wolken. Dazu kommen Erotik und Alltag, Früchte, Blumen, Herzen, Tiere und erfundene Objekte. Die Titel sind oft eigenwillige Wortschöpfungen wie „Wetterdiebin“, „Eiakrobaten“ oder „Gedankenzier“.
Technik: Auf Leinwand meist Acryl, oft mit Lack kombiniert, in kräftigen, leuchtenden Farben mit dynamischem, zeichnerischem Strich. Auf Papier dominieren Mischtechniken auf Zeichenkarton, häufig im Format um 31 x 22 Zentimeter. Dazu ein breites druckgrafisches Werk, teils von Hand übermalt oder gouachiert.
Signatur und Beschriftung: Signiert wird mit „Attersee“, fast immer mit Jahreszahl, oft direkt im Bild. Charakteristisch ist der handschriftliche Titel auf der Vorderseite des Blattes. Auf der Rückseite von Leinwandbildern finden sich häufig Titel, Datierung und eine Werkverzeichnisnummer.
Werkverzeichnis: Für die Jahre 1963 bis 1994 existiert das von Peter Gorsen bearbeitete Werkverzeichnis (Residenz Verlag, 1994). Ein Eintrag dort ist ein starkes Echtheits- und Wertargument und wird in Auktionskatalogen regelmäßig zitiert.
Hinweis zum Folgerecht: Attersee ist ein lebender Künstler. Beim Weiterverkauf über den Kunsthandel fällt daher ab einer gesetzlichen Preisgrenze das Folgerecht an, eine prozentuelle Vergütung an den Künstler. Ein seriöses Ankaufsangebot berücksichtigt das transparent.
Wie läuft ein Ankauf bei Paul Grosslicht ab?
Der erste Schritt ist einfach: Schicken Sie uns Fotos des Werkes, Vorderseite, Rückseite, Signatur und Rahmen. Gerade bei Attersee ist die Rückseite wichtig, denn dort stehen oft Titel und Werkverzeichnisnummer. Auf Basis dieser Aufnahmen erhalten Sie eine erste Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist.
Bei konkretem Interesse kommt Paul Grosslicht persönlich zu Ihnen, vorwiegend in Ostösterreich, kurzfristige Termine sind möglich. Die Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich.
Wenn beide Seiten sich einigen, kann die Abwicklung sehr rasch gehen. Eine Auszahlung noch am selben Tag ist in vielen Fällen möglich. Fallweise besteht eine Kooperation mit dem Dorotheum in Wien, was für besondere Werke zusätzliche Vermarktungswege eröffnet.
Warum Paul Grosslicht kontaktieren?
Paul Grosslicht betreibt den Wiener Kunsthandel seit über 35 Jahren, das Familienunternehmen in dritter Generation. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt im An- und Verkauf erlesener Antiquitäten und Kunstgegenstände, von Gemälden und Kunstobjekten bis hin zu Schmuck und Uhren.
Ob aus einem Nachlass, einer aufzulösenden Sammlung oder als Einzelstück: Der Erstkontakt ist unverbindlich, die Bewertung kostenlos. Und wer keine Zeit verlieren möchte, bekommt rasch Klarheit.



