Carl Fahringer Ankauf Wien

Carl Fahringer Ankauf Wien: der Tiermaler der Wiener Moderne und sein Markt

Ein roter Papagei vor einer Klivie, gemalt mit breitem, fast beiläufigem Pinselstrich, Format 61,5 mal 45,5 Zentimeter. Das Dorotheum schätzte dieses Bild 2022 auf 4.500 bis 6.000 Euro. Zugeschlagen wurde es bei 16.640 Euro. Drei Jahre später brachte ein noch kleineres Papageienbild auf Karton, 40,5 mal 33 Zentimeter, sogar 22.100 Euro. Wer ein Werk von Carl Fahringer besitzt, sollte das wissen: Bei diesem Maler entscheidet nicht die Größe über den Wert, sondern das Motiv.

Carl Fahringer, ein Zeitgenosse von Leo Putz, gilt heute neben Ludwig Heinrich Jungnickel und Norbertine Bresslern-Roth als einer der bedeutendsten österreichischen Tiermaler des 20. Jahrhunderts. Sein Markt ist breit gefächert und für Laien schwer einzuschätzen. Er reicht von wenigen hundert Euro für Skizzenblätter bis zu 65.000 Euro für sein monumentales Frühwerk „Eine Vision des Propheten Mohammed“, das im Dezember 2025 im Wiener Auktionshaus im Kinsky versteigert wurde.

Der Kunsthandel Paul Grosslicht in der Wiener Josefstadt kauft Gemälde, Aquarelle, Gouachen und Zeichnungen von Carl Fahringer an. Die Erstbewertung ist kostenlos, diskret und unverbindlich. Auf dieser Seite lesen Sie, wer Fahringer war, was seine Werke heute wert sind, woran Sie ein eigenhändiges Blatt oder Gemälde erkennen und wie ein Ankauf bei uns abläuft.

Vom Märchenillustrator zum Professor der Wiener Akademie

Carl Fahringer wurde am 25. Dezember 1874 in Wiener Neustadt geboren und starb am 4. Februar 1952 in Wien. Sein Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof ist ein ehrenhalber gewidmetes Grab (Gruppe 12 C).

Ausbildung in Wien und München

Von 1892 bis 1897 studierte Fahringer an der Akademie der bildenden Künste in Wien, unter anderem bei Siegmund L’Allemand, Christian Griepenkerl und August Eisenmenger. Von 1898 bis 1902 setzte er sein Studium an der Münchner Akademie bei Carl von Marr fort. Seine erste bezahlte Arbeit war nicht die Malerei, sondern die Illustration: Für den Wiener Verlag Gerlach schuf er Märchenbilder, unter anderem zu Bechstein, Grimm und Hauff.

Prägend wurden die frühen Studienreisen, die er oft gemeinsam mit seinem Bruder Josef unternahm. Sie führten ihn nach Italien und Frankreich, auf den Balkan (Istrien, Dalmatien, Serbien, Montenegro, Albanien), nach Ägypten und in den Vorderen Orient. Von jeder Reise brachte er Mappen voller Zeichnungen und Skizzen mit, ein Materialfundus, aus dem er noch Jahrzehnte später schöpfte.

1902 war Fahringer erstmals im Hagenbund vertreten, von 1903 bis 1906 war er dort Mitglied, 1907 trat er dem Wiener Künstlerhaus bei. 1911 stellte er im Künstlerhaus sein 210 mal 190 Zentimeter großes Gemälde „Eine Vision des Propheten Mohammed“ aus und erhielt dafür im selben Jahr die Kleine Goldene Staatsmedaille. Weitere Auszeichnungen folgten: der Drasche-Preis, der Rothschild-Preis (1911), der Dumba-Preis (1913), der Reichel-Preis und der Staatspreis (1925).

Kriegsmaler, Holland und Bali

Bei Kriegsausbruch 1914 meldete sich Fahringer freiwillig als Landsturmleutnant. Er kämpfte an der russischen Front in Galizien, ab Mai 1915 an der Isonzofront, und gehörte ab März 1915 der Kunstgruppe im k.u.k. Kriegspressequartier an. Aus dieser Zeit stammen Hunderte Aquarelle, Zeichnungen und Ölbilder vom Stellungskrieg im Hochgebirge. Viele davon befinden sich heute im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien, ein Teil wurde damals zugunsten des Roten Kreuzes auf Postkarten reproduziert.

Die künstlerisch folgenreichste Wende kam nach dem Krieg. 1921 reiste Fahringer erstmals nach Holland und von dort weiter in die niederländische Kolonie Niederländisch-Indien, wo er sich auf Java und Bali aufhielt. 1929 folgte eine zweite Reise mit Stationen in Batavia (heute Jakarta) und Soerabaja (Surabaya). Das tropische Licht hellte seine Palette dauerhaft auf. Markt- und Hafenszenen, Reisfelder, Hahnenkämpfe und vor allem exotische Vögel wurden zu seinen Kernmotiven. In den Niederlanden arbeitete er unter anderem in Delft, Hoorn und Enkhuizen.

Professur, Schönbrunn und die Jahre nach 1945

1929 wurde Carl Fahringer als Professor an die Akademie der bildenden Künste in Wien berufen, wo er bis 1945 lehrte, ab 1939 als Leiter der Fachschule für Tier- und Landschaftsmalerei. Zu seinen Schülern zählten Rudolf Hausner, Johann Fruhmann, Christa Hauer, Gustav Hessing und Albrecht Dunzendorfer. 1936 schuf er die vier großen Deckengemälde „Wilde Jagd“ im Wiener Künstlerhaus.

Zur Biografie gehört auch, dass Fahringer am 27. Juni 1938 die Aufnahme in die NSDAP beantragte und rückwirkend zum 1. Mai 1938 aufgenommen wurde. Im Zweiten Weltkrieg war er erneut als Kriegsmaler tätig, unter anderem beim Griechenlandfeldzug und in Frankreich. 1945 verlor er seine Professur. Die Jahre 1945 bis 1947 verbrachte er in Lustenau in Vorarlberg, danach kehrte er nach Wien zurück.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er weitgehend im Tiergarten Schönbrunn. Löwen, Leoparden, Tiger, Kakadus, Aras und Pelikane malte er dort immer wieder neu. Die Tierbilder dieser späten Wiener Jahre bilden bis heute den Kern seines Marktes.

Was ein Carl Fahringer heute am Markt wert ist

Der Fahringer-Markt ist stabil, aber extrem stark nach Motiv gestaffelt. Entscheidend sind vier Faktoren: Sujet, Technik, Eigenhändigkeit und Erhaltungszustand. Die Formatgröße spielt eine deutlich kleinere Rolle als bei den meisten Malern seiner Generation. Zur groben Orientierung:

SegmentBeispieleÜbliche Größenordnung
Frühe Monumental- und Orientwerke, museale HauptwerkeHistorien- und Orientbilder vor 191420.000 bis 65.000 Euro
Ölgemälde mit Papageien, Kakadus und RaubtierenVogelbilder aus Schönbrunn und Bali4.000 bis 22.000 Euro
Ölbilder mit Markt-, Hafen- und LandschaftsmotivenBali, Holland, Balkan, Griechenland1.000 bis 10.000 Euro
Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen, KriegsblätterSkizzen, Studienblätter, Postkartenvorlageneinige hundert bis 3.000 Euro
Konvolute, Blätter mit Nachlassstempel, unsichere ZuschreibungLose mit dem Zusatz „zugeschrieben“90 bis 1.000 Euro

Diese Bandbreite lässt sich mit belegten Zuschlägen füllen. An der Spitze steht „Eine Vision des Propheten Mohammed“ von 1911, ein Öl auf Leinwand im Format 210 mal 190 Zentimeter, 1911 im Künstlerhaus ausgestellt: 65.000 Euro im Dezember 2025 im Auktionshaus im Kinsky, bei einem Schätzwert von 50.000 bis 100.000 Euro.

Das eigentlich Bemerkenswerte spielt sich jedoch im Vogelsegment ab. „Zwei Papageien aus Bali“ von 1939, Öl auf Karton, nur 40,5 mal 33 Zentimeter groß, erzielte am 20. Mai 2025 im Dorotheum 22.100 Euro bei einem Schätzwert von 5.000 bis 9.000 Euro. „Roter Papagei mit Klivie“ kam am 31. Mai 2022 ebendort auf 16.640 Euro, geschätzt waren 4.500 bis 6.000 Euro. Im Kinsky brachten „Papageien“ im Dezember 2024 17.920 Euro und „Papagei und weißer Kakadu“ im Dezember 2025 16.900 Euro, jeweils bei Schätzwerten von 7.000 bis 14.000 Euro. Der „Kakadu“ lag im Juni 2024 bei 6.400 Euro.

Deutlich moderater bewertet der Markt die Landschafts- und Genremotive. „Markt auf Bali“ von 1922 erreichte im Juni 2025 im Kinsky 10.400 Euro, „Markt in Tabanan auf Bali“ im Juni 2020 9.900 Euro. Ein „Tiger“ kam im November 2023 auf 4.480 Euro, „Pelikane“ im Dezember 2025 auf 4.550 Euro. Für „Schweinemarkt in Holland“ wurden im Juni 2025 1.950 Euro bezahlt, für „Im Hafen von Pola“ 2023 1.920 Euro, für „Enkhuizen bei Hoorn“ 2024 1.024 Euro.

Am unteren Ende stehen Skizzen und Konvolute. Eine „Tigerskizze“ von 1925 wechselte 2025 im Direktverkauf des Kinsky für 945 Euro den Besitzer, ein Konvolut aus vier zugeschriebenen Skizzenblättern mit Szenen aus Jakarta brachte 2026 nur 130 Euro. Im Dorotheum wurden Kleinstlose mit mehreren Blättern für 90 bis 200 Euro zugeschlagen.

Der Abstand zwischen einem gesuchten Papageienbild und einem Skizzenblatt beträgt bei Fahringer also leicht den Faktor 100. Und weil zwei fast gleich große Ölbilder desselben Malers je nach Motiv 1.000 oder 20.000 Euro wert sein können, ist die fachkundige Einordnung vor jeder Verkaufsentscheidung der wichtigste Schritt.

Woran Sie ein Werk von Carl Fahringer erkennen

Eine sichere Zuschreibung leistet nur die Begutachtung im Original. Die folgenden Merkmale helfen Ihnen aber, ein Werk einzuordnen, bevor Sie zum Telefon greifen.

Motiv und Malweise

Fahringers Handschrift ist ein breiter, lockerer, spätimpressionistischer Farbauftrag mit sichtbarer Pinselschrift. Er modelliert nicht aus, er setzt die Form mit wenigen entschiedenen Strichen. Typische Sujets sind exotische Vögel (Papageien, Aras, Kakadus, Tukane, Pelikane, Eulen), Raubtiere aus dem Tiergarten Schönbrunn (Tiger, Löwen, Leoparden, Panther), Affen, Nutztiere aus Holland, dazu Markt- und Hafenszenen aus Bali, Java, den Niederlanden, dem Balkan und Griechenland sowie Kriegsschauplätze aus beiden Weltkriegen. Ein Bild in gedeckter, brauner Tonigkeit mit glatter Oberfläche passt nicht zu ihm.

Technik und Bildträger

Fahringer arbeitete in allen Techniken. Öl auf Leinwand, Öl auf Karton, Öl auf Leinwand auf Karton, Aquarell, Gouache, Kreide und Bleistift kommen alle vor. Die hochpreisigen Vogelbilder sind fast durchwegs Ölbilder mittleren Formats zwischen etwa 35 mal 30 und 75 mal 90 Zentimetern. Aquarelle und Gouachen liegen preislich meist eine Stufe darunter, unabhängig von der Qualität.

Signatur, Datierung und Nachlassstempel

  • Signatur: meist „C. Fahringer“, in der Regel unten links oder unten rechts. Der Vorname wird fast nie ausgeschrieben.
  • Monogramm: auf kleineren Arbeiten findet sich „C. F.“ oder „CF“, gelegentlich in die nasse Farbe geritzt.
  • Rückseitige Bezeichnung: Bei Reisebildern hat Fahringer die Rückseite häufig zusätzlich signiert, datiert und mit dem Ort versehen, etwa „C. Fahringer 39 Bali“. Solche Angaben sind wertrelevant, weil sie die Werkphase belegen.
  • Nachlassstempel: Blätter aus dem künstlerischen Nachlass tragen statt einer Signatur oft einen Nachlassstempel. Er ist ein Echtheitsindiz, kennzeichnet aber typischerweise Skizzenmaterial und damit das untere Preissegment.

Rückseite, Etiketten und Literatur

Drehen Sie das Bild um. Alte Ausstellungsetiketten, Galerie- und Auktionsaufkleber, Künstlerhaus-Vermerke oder Sammlerstempel dokumentieren die Provenienz und schlagen sich unmittelbar im Preis nieder. Beim Spitzenlos von 2025 war es genau ein rückseitiges Künstlerhaus-Etikett am Keilrahmen, das die Ausstellung von 1911 belegte.

Die maßgebliche Monografie ist bis heute Albert Graf-Bourquin, „C. Fahringer 1874 bis 1952“, erschienen 1970. Ein vollständiges wissenschaftliches Werkverzeichnis existiert nicht, was Zuschreibungen bei diesem Künstler anspruchsvoller macht als bei vergleichbaren Namen.

Die häufigsten Verwechslungen

Fahringer unterrichtete über sechzehn Jahre Tier- und Landschaftsmalerei an der Akademie. Entsprechend viele Arbeiten aus seinem Umkreis sind im Umlauf. Dazu kommt die Nähe zu anderen österreichischen Tiermalern seiner Zeit, allen voran Ludwig Heinrich Jungnickel und Norbertine Bresslern-Roth. Beide bearbeiteten ähnliche Motive, unterscheiden sich aber im Duktus deutlich: Bresslern-Roth arbeitet flächiger und konturbetonter, Jungnickel grafischer. Auch Kopien nach bekannten Fahringer-Kompositionen tauchen regelmäßig auf. Eine Signatur allein beweist bei Fahringer nichts.

Provenienz und Zeitgeschichte: worauf bei Fahringer zu achten ist

Zwei Punkte verdienen bei diesem Künstler besondere Aufmerksamkeit.

Erstens die Kriegsbilder. Werke aus Fahringers Tätigkeit im k.u.k. Kriegspressequartier und aus dem Zweiten Weltkrieg tauchen bis heute im Handel auf. Sie sind kunsthistorisch und zeitgeschichtlich interessant, erzielen aber deutlich niedrigere Preise als die Tierbilder. Bei Blättern mit militärischen Motiven prüfen wir zusätzlich, ob es sich um eigenhändige Arbeiten oder um zeitgenössische Reproduktionen handelt, denn ein Teil der Kriegsblätter wurde damals als Postkarte vervielfältigt.

Zweitens die Herkunft. Wie bei jedem österreichischen Künstler dieser Generation gilt: Eine belegbare Provenienz, also alte Rechnungen, Erbschaftsunterlagen, Ausstellungsetiketten oder ein Eintrag in der Literatur, schafft Rechtssicherheit und erhöht den erzielbaren Preis. Bringen Sie alle Unterlagen mit, auch wenn sie Ihnen unbedeutend erscheinen. Wir prüfen die Herkunft im Zuge der Bewertung mit.

Ein praktischer Hinweis zum Zustand: Lassen Sie ein Bild vor dem Verkauf nicht auf eigene Faust reinigen oder restaurieren. Fahringers Wirkung beruht auf dem pastosen, unbearbeiteten Farbauftrag. Eine unsachgemäße Firnisabnahme kann die Oberflächenstruktur beschädigen, die den Reiz seiner Malerei ausmacht. Bei Aquarellen und Gouachen gilt dasselbe für Lichtschäden: Diese Blätter gehören nicht in die direkte Sonne.

So verkaufen Sie Ihr Fahringer-Werk an uns

Der erste Schritt ist einfach: Schicken Sie uns Fotos, am besten Vorderseite, Rückseite, Signatur beziehungsweise Stempel und Rahmen, per E-Mail an office@grosslicht.at oder per WhatsApp. Auf dieser Grundlage erhalten Sie eine erste ehrliche Einschätzung, ob und in welchem Rahmen ein Ankauf möglich ist.

Bei konkretem Interesse sehen wir das Werk im Original an. Sie können es in unsere Räume in der Piaristengasse in 1080 Wien bringen, oder Paul Grosslicht kommt persönlich zu Ihnen, in Wien, Niederösterreich und darüber hinaus in ganz Österreich. Besichtigung und Bewertung sind kostenlos und unverbindlich. Gerade bei einem Künstler, bei dem das Motiv den Wert um ein Vielfaches verschiebt, nehmen wir uns die Zeit, die das Werk verdient.

Danach erhalten Sie ein nachvollziehbares Angebot mit Begründung. Kommt eine Einigung zustande, ist eine Auszahlung in vielen Fällen noch am selben Tag möglich. Bei außergewöhnlichen Stücken besprechen wir offen, ob der direkte Ankauf oder ein anderer Verkaufsweg für Sie der bessere ist. Es gibt keinen Zeitdruck und keine Verpflichtung, bis Sie zusagen.

Häufige Fragen zum Carl Fahringer Ankauf

Was ist ein Gemälde von Carl Fahringer wert?

Die Spanne reicht von rund 100 Euro für Skizzenkonvolute bis 65.000 Euro für das frühe Hauptwerk „Eine Vision des Propheten Mohammed“, das 2025 im Kinsky diesen Preis erzielte. Ölgemälde mit Papageien und Raubtieren liegen meist zwischen 4.000 und 22.000 Euro, Landschafts- und Marktszenen zwischen 1.000 und 10.000 Euro, Aquarelle und Zeichnungen zwischen einigen hundert und 3.000 Euro. Entscheidend sind Motiv, Technik, Eigenhändigkeit, Zustand und Provenienz.

Warum sind die Papageienbilder von Fahringer so teuer?

Weil sie sein bekanntestes und international gefragtestes Sujet sind. Die leuchtende Farbigkeit der Vogelbilder aus Schönbrunn und Bali gilt als Höhepunkt seines Schaffens, und das Angebot an guten Exemplaren ist begrenzt. Zwei Beispiele: „Zwei Papageien aus Bali“ erzielte 2025 im Dorotheum 22.100 Euro bei einem Schätzwert von 5.000 bis 9.000 Euro, „Papageien“ im Kinsky 2024 17.920 Euro. Ein gleich großes Landschaftsbild desselben Malers bleibt oft unter 3.000 Euro.

Wie erkenne ich, ob mein Fahringer echt ist?

Verlässlich nur durch Begutachtung im Original. Anhaltspunkte sind die Signatur „C. Fahringer“ oder das Monogramm „C. F.“, eine rückseitige Bezeichnung mit Ort und Jahr, der breite, sichtbare Pinselstrich und rückseitige Ausstellungs- oder Galerieetiketten. Weil viele Schülerarbeiten und Kopien im Umlauf sind und kein vollständiges Werkverzeichnis existiert, empfehlen wir vor jeder Verkaufsentscheidung eine fachkundige Prüfung.

Was bedeutet ein Nachlassstempel auf meinem Blatt?

Er weist darauf hin, dass das Werk aus dem künstlerischen Nachlass Fahringers stammt. Solche Arbeiten sind meist unsigniert, weil es sich um Skizzen und Studienblätter handelt. Der Stempel ist ein Echtheitsindiz, ordnet das Blatt aber in der Regel dem unteren Preissegment zu.

Kauft Grosslicht auch Aquarelle, Zeichnungen und Kriegsbilder an?

Ja. Neben Ölgemälden interessieren uns Aquarelle, Gouachen, Zeichnungen und Skizzenmaterial ebenso wie die Blätter aus Fahringers Zeit als Kriegsmaler. Sollte sich herausstellen, dass ein Werk nicht eigenhändig ist, sagen wir Ihnen das offen und nennen den realistischen Marktwert.

Was kostet die Bewertung?

Nichts. Die Ersteinschätzung nach Fotos und die persönliche Begutachtung vor Ort sind kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden danach in Ruhe.

Muss ich nach Wien kommen?

Für die erste Einschätzung genügen Fotos per E-Mail oder WhatsApp. Für die genaue Bewertung sehen wir das Werk im Original an, entweder in unseren Räumen in 1080 Wien oder bei Ihnen vor Ort. Wir besichtigen in ganz Österreich und im nahen Ausland.

Paul Grosslicht, Kunsthandel Wien

Der Kunsthandel Paul Grosslicht in der Piaristengasse 42a im achten Wiener Gemeindebezirk wird in dritter Generation geführt und ist seit über 35 Jahren im An- und Verkauf von Gemälden, Antiquitäten, Schmuck und Uhren tätig. Die österreichische Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts, vom Biedermeier über den Stimmungsimpressionismus bis zur Wiener Moderne, gehört zum Kernbereich unserer Arbeit, ob als Einzelstück oder im Rahmen einer kompletten Verlassenschaft.

Sie besitzen ein Gemälde, ein Aquarell oder eine Zeichnung von Carl Fahringer? Kontaktieren Sie uns.

Quellen zu Biografie und Marktdaten: Wikipedia und AustriaWiki im Austria-Forum, Deutsche Biographie, Auktionshaus im Kinsky (Wien), Dorotheum (Wien), Bassenge (Berlin), Kunsthandel Widder (Wien), Galerie Kovacek (Wien), Albert Graf-Bourquin, C. Fahringer 1874 bis 1952, 1970. Auktionsergebnisse gerundet und inklusive Aufgeld; Stand der Recherche August 2026.

Paul Grosslicht
Paul Grosslicht

Verfasst von Paul Grosslicht, zertifizierter Kunsthändler, Antiqitäten-, Gold-und Silberspezialist mit über 30 Jahren Expertise in der Bewertung von Tafelsilber, Besteck, Gemälden und Sammlerobjekten. Inhaber des Kunsthandels Grosslicht in 1080 Wien.